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Baccarat

Das Kartenspiel Baccarat war vor der Digitalisierung in Deutschland relativ unbekannt. Es wurde eher in den französischen und amerikanischen Spielhalle gespielt. Nach dem Siegeszug der Online Spielhalle stoßen aber auch deutsche Spieler in jedem virtuellen Spieltempel auf dieses Spiel, das mittlerweile neben Blackjack, Roulette, Poker, Keno, Bingo und Spielautomaten zu den Klassikern gehört. Baccarat hatte in der Blütezeit der Spielbanken den Ruf als Traum der Highroller. Dies lag an den Unmengen an Geldern, die binnen kürzester Zeit auf den Spieltischen verschoben wurden. Ein japanischer Spieler soll in einem US-Spielhalle gar an einem Tag Gewinne von sechs Millionen Dollar eingefahren haben, konnte aber nicht aufhören und verlor am nächsten Tag die Summe von zehn Millionen. Mit dem richtigen Bankroll-Management wäre ihm das nicht passiert. Wem die hohen Einsätze abschrecken, der hat heute allerdings die Möglichkeit, Mini Baccarat zu spielen und damit eine Variante, die speziell auf die Bedürfnisse von Lowrollern zugeschnitten ist.

Die Geschichte von Baccarat: zwei sich widersprechende Theorien

Zur Herkunft von Baccarat florieren bei Spielhistorikern derzeit zwei Theorien, die zwar in sich schlüssig sind, sich allerdings gegenseitig widersprechen. Ein Grund für diesen Widerspruch mag sein, dass Spielhalleihre Spiele gern dem Fluidum von großer Geschichte und Tradition aussetzen, um das Interesse für ihre Angebote hochzuhalten. Was von den Angaben Wahrheit und was Legende ist, ist nicht immer leicht herauszufinden, zumal auch beim Baccarat die Grenzen fließend sind.

Der einen Theorie nach beginnt sich das Spiel an der Schwelle vom Mittelalter zur frühen Neuzeit zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu entwickeln. Auch hierbei sind sich die Experten nicht einig, ob die Herkunft des Spiels in Neapel oder Lothringen liegt. Für Neapel spricht, dass Baccarat nach dem damals gepflegten neapolitanischen Dialekt dem Nichts oder der Null entsprach. Heute sagt der Italiener hingegen zur Null sero und zum Nichts niente. Für Lothringen spricht wiederum die Existenz einer Stadt namens Baccarat in der Nähe von Lunéville.

Diejenigen, die von einer Herkunft von Baccarat im frühen 16. Jahrhundert überzeugt sind, verweisen gern auf einen unfreiwilligen Schub durch ein Verbot des „Sonnenkönigs“ Louis XIV. Erst der dadurch entstandene Reiz des Verbotenen habe dazu geführt, dass Baccarat nun umso freudiger heimlich gespielt worden sei. Außerdem sei Karl VIII. bereits ein leidenschaftlicher Baccarat-Spieler gewesen. Unabhängig davon wird darüber diskutiert, ob Baccarat als Vorläufer des wesentlich komplexeren Blackjacks gelten kann, das ebenfalls ein Näherungsspiel ist mit dem Ziel auf 21 Punkte zu kommen.

Der britische Spielforscher, -entwickler und -historiker David Parlett hält all dies für Unsinn. Parlett bekleidet die Position des Präsidenten der britischen Skatvereinigung und ist der Entwickler von Hase und Igel, einem beliebten Ravensburger-Spiel, das 1979 Spiel des Jahres wurde – übrigens als erstes Spiel des auch heute noch beliebten Preises. Er hat sich intensiv mit Baccarat beschäftigt und kam zu dem Schluss, dass Baccarat erst Anfang des 19. Jahrhunderts von französischen Aristokraten erfunden wurde, die am Hof von Versailles einer gediegenen Spielkultur frönten.

In Amerika machten vor allem französische Einwanderer das Spiel populär, wo sich vor allem das heute als nordamerikanisches Variante so bezeichnete Punto Blanco in den folgenden Jahren durchsetzte und das auch heute noch die meisten Baccarat-Spieler bevorzugen. In der Moderne erfuhr das Spiel durch James Bond weiteres mediale Interesse, denn der charismatische Geheimagent der britischen Königin gewinnt in den Thrillern vor allem in der Baccarat Variante Chemin de Fer. Eine weitere traditionelle Abart des Spiels ist Baccarat Banque, das mit zehn Spielern gespielt wird, die sich am Tisch gegenübersitzen und folglich nicht gegen die Bank, sondern gegeneinander spielen.

Die Regeln: eigentümliche Zählweise

Baccarat besticht durch seine Einfachheit und seine hohe RTP-Quote, die zumeist im Rahmen von spielerfreundlichen 98,94 % liegt und damit beispielsweise weit über der von Slots. Der Name des Spiels spielt auf die eigentümliche Zählweise von Baccarat an, bei der es nur einstellige Werte gibt, sodass die 9 der höchstmögliche Wert ist, den Spieler im Kampf gegen die Bank erreichen müssen. Sobald eine Summe einen zweistelligen Betrag erreicht, wird die führende Ziffer im Ergebnis gestrichen. Wenn zum Beispiel eine Seite nach der 4 eine 7 zieht, käme diese normalerweise auf 11 Punkte. Im Spiel Baccarat hat der Spieler in diesem Fall nur einen Punkt. Deswegen zählen Bilder und 10 0 Punkte und das Ass einen Punkt. Ein Vorteil dieser Zählweise ist, dass ein Überkaufen (Bust) wie beim Blackjack keiner Seite passieren kann, denn wird der Zielwert überschritten, beginnt die Zählung wieder von vorn.

Setting und Spielverlauf

Baccarat wird wie Blackjack im die Spielhallen an einem halbkreisförmigen Spieltisch gespielt. Die Spieler nehmen am Halbkreis Platz, während der Dealer, der im Baccarat Tailleur genannt wird, an der Frontseite verweilt. Unterstützt wird der Banker während der Aktionen gelegentlich von einem Caller, der die Karten dreht, verteilt und die Punkte ausgibt. Dafür nutzt er einen speziellen Kartenschlitten, den Sabot, in dem ebenso wie bei Blackjack sechs oder acht französische Kartendecks á 52 Karten aufgenommen werden. Es wird also insgesamt mit 312 bzw. 416 Spielkarten gespielt. Wirken Tailleur und Caller zusammen, gehört es zum Zeremoniell, dass der Caller dem Croupier die Karten auf der Palette überreicht.

Wie beim Blackjack spielt jeder Spieler separat gegen den Dealer. Während des Spiels tätigen die Spieler in den Feldern des Tableaus ihre Einsätze. Spielern und Tailleur werden nun jeweils zwei Karten ausgeteilt, die allesamt einsehbar sind. Die Seite, die im Gegensatz zur anderen Partei 8 oder 9 Punkte erreicht hat, gewinnt das Spiel und der Spieler seinen Einsatz, wenn er richtig auf den Spielausgang gewettet hat. Der Fachmann spricht bei einer 8 oder 9 auf der Hand von einem Natural. Zudem wird die 8 gelegentlich als le petit und die 9 als le grande bezeichnet. Haben beide Parteien eine von beiden Zahlen erreicht, schlägt die 9 somit die 8. Wenn beide Parteien die Gewinnspanne verfehlen, wird meistens eine dritte Karte gezogen.

Beim Ziehen wird immer nach einem festen Schema vorgegangen: Der Spieler zieht eine dritte Karte, wenn er mit den ersten beiden Karten nur auf 0-5 Punkte kommt. Die Bank wiederum zieht unabhängig vom Spieler bei 0-2 Punkten. Hat die Bank hingegen 3 Punkte, zieht sie ebenfalls, es sei denn, der Spieler hat eine 8. Hat die Bank 4 Punkte, zieht sie bei einem Spielerwert von 2-7 Punkten. Hat die Bank 5 Punkte, darf sie nur bei einer Punktzahl von 4-7 ziehen. Bei 6 Punkten zieht sie hingegen nur bei einem Spielerwert von 6 oder 7. Ab 7 Punkten darf die Bank grundsätzlich nicht mehr ziehen.

Diese Differenzen beim Ziehen sorgen für ein leichtes Ungleichgewicht bei den Ergebnissen. So haben Statistiker berechnet, dass der Spieler in 44,62 % aller Fälle gewinnt und die Bank in 45,86 % aller Fälle. Das Unentschieden nicht mitgerechnet, ergibt dies eine Wahrscheinlichkeit für einen Sieg des Spielers von 49,32 % und für einen Sieg des Tailleurs von 50,68 %. Damit die Spielhalles mit Baccarat keine Verluste machen, womit ihnen jede Motivation entzogen wäre, das Spiel anzubieten, nehmen sie auf eine eine Wette auf die Bank eine Provision von meistens 5 %, die allerdings gelegentlich mit 4 % geringer ist. Auch hier lohnt sich vor dem Spielen ein Anbietervergleich, um zu sehen, mit welcher Regel gespielt wird.

Die einzelnen Wetten beim Baccarat

Strenggenommen ist das Ziel beim Blackjack nicht das Spiel zu gewinnen, sondern bei der Wette richtigzuliegen. Verlieren Spieler also ein Spiel gegen den Tailleur, aber haben vorher auf einen Sieg der Bank gewettet, freuen sie sich trotzdem über Gewinne. Spieler können generell auf ihren Sieg, auf den Sieg der Bank und auf ein Unentschieden (Tie) wetten. Im Spielhalle werden gelegentlich Nebenwetten angeboten. Als kleiner Ausschnitt seien die Nebenwette auf einen Drilling (Bellagio Match), das Erscheinen von Dame und König (Royal Match), drei Siebenen (Dragon 7), ein Paar, einen (einfarbigen) Drilling, einen bestimmten Kartenwert oder einen überlegenen Sieg beispielsweise mit einem Abstand von vier Punkten genannt. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, sodass die Vielfalt von Nebenwetten im Baccarat außergewöhnlich groß ist.

Meistens vergrößern Nebenwetten den Hausvorteil signifikant, sodass Spieler gut mit der Strategie fahren, generell auf Nebenwetten zu verzichten. Diese wirken mit einer beispielsweise 75-fachen Auszahlung zwar sehr hoch, aber meistens liegt die Wahrscheinlichkeit deutlich unter diesem Wert, in diesem Fall unter 1:75. Im Internet kursieren zahlreiche Baccarat-Infoseiten, in denen die RTP-Quote für die einzelnen Seitenwetten aufgelistet ist. Auf ein Unentschieden sollte grundsätzlich nicht gewettet werden. Hier liegt die Auszahlung nämlich nur bei 8:1, während die Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden 9,54 % beträgt. Diese Differenz sorgt dafür, dass der Hausvorteil bei einer Wette auf ein Unentschieden dramatisch auf 14,1 % anschnellt. Manche Spielhalle versuchen die Spieler mit verbesserten Wettbedingungen dazu zu bewegen, auf ein Unentschieden zu wetten. Doch selbst wenn die Anbieter für ein Remis 9:1 auszahlen, liegt der Bankvorteil immer noch deutlich höher als bei dem Einsatz auf ein eindeutiges Ergebnis.

Ist Martingale eine Lösung?

Martingale ist ein vor allem vom Roulette her bekanntes Spielsystem mit negativer Progression. Hierzu gibt es in Glücksspielen mehrere Varianten. Wie ähnliche Systeme basieren sie auf dem der Welt innewohnenden Prinzip des Ausgleichs, dessen Wirkung sie dem Kartenspiel unterstellen. So wie sich in der Welt Phasen von Tag und Nacht, Glück und Pech sowie Euphorie und Verzweiflung regelmäßig abwechseln und das Eine das Andere bedingt, so würden auch beim Baccarat Phasen mit nach Dauer zunehmender Wahrscheinlichkeit von den entgegengesetzten Phasen abgelöst.

Wer zum Beispiel für lange Zeit nur niedrige Kartenwerte erhalten hat, geht gemäß dem Martingale-Theorem davon aus, dass nun die Wahrscheinlichkeit für höhere Karten entsprechend wachse. Die Anbieter von Spielhalles geben gern Checklisten für das Spiel heraus, die beim Baccarat Roadmap genannt werden. Auch online finden diese sich in Spielhalles und den Apps. Der Grund für diese scheinbar großzügige Vorgehensweise ist schlichtweg, dass die Betreiber von dieser Strategie nichts zu befürchten haben. Zudem profitieren sie von dieser Annahme auch vor dem Hintergrund, dass eingefleischte Martingale-Enthusiasten dazu neigen, mit wachsender Dauer der Tendenzen ihre Einsätze teilweise in unverantwortlicher Weise zu erhöhen.

Die einleuchtendste Begründung dafür, dass diese Strategie bei Glücksspielen wirkungslos ist, liegt darin, dass Karten genauso wie Würfel und der Kessel beim Roulette kein Gedächtnis haben. Insofern verläuft die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Werte unabhängig vom bisherigen Verlauf. Eine weitere Fehlannahme beim Martingale ist die Verabsolutierung des Prinzips des ewigen Ausgleichs. Zwar nähern sich Wahrscheinlichkeiten tendenziell tatsächlich dem Mittelwert an. Dieser Prozess verläuft allerdings sprunghaft und willkürlich; er entzieht sich der Beeinflussbarkeit des Spielers für den Einzelfall. Experten, die es besser wissen, sprechen bei Martingale und ähnlichen Spielsystemen deswegen vom „Trugschluss des Spielers“.

Tipps für den Erfolg beim Baccarat

Um es gleich vorwegzunehmen: Eine realistische Lösung, den Bankvorteil auszuhebeln, gibt es nicht. Es gibt hierzu kein Äquivalent zum Kartenzählen wie bei Blackjack. Stattdessen empfehlen wir als Strategie, sich vor dem Spielen mit den Spielregeln vertraut zu machen. Baccarat ist generell ein einfach zu erlernendes Spiel. Ein gewisses Zeitpensum sollte allerdings einkalkuliert werden, bis die doch recht komplizierten Regeln für das Passen oder Ziehen sitzen. Außerdem empfiehlt sich der Anbietervergleich der einzelnen Spielhalles mit Blick auf die Spielbedingungen, die sich auf die RTP-Quote des Spiels auswirken. Zwar sind die Abweichungen bei den Regeln nicht so bedeutend wie beim Blackjack. So ist es zum Beispiel durchaus ein Vorteil, wenn im Online Spielhalle nur mit einer Bankbeteiligung von 4 % statt 5 % gespielt wird. Achten Sie vor allem auf den angezeigten Hausvorteil, den der Veranstalter bietet. Auch die Einbeziehung der Spielhalle Bonusse kann den Auszahlungswert zugunsten des Spielers drücken. Schließlich verführt Baccarat als berühmtes Highrollerspiel aufgrund des schnellen Tempos zum Setzen hoher Geldbeträge. Ein verantwortliches Spielen im Sinne des Bankroll-Managements ist speziell beim Baccarat sehr wichtig, zumal Spielsucht und moralischer wie finanzieller Bankrott die Todfeinde jeder Spielfreude sind.